„Die Mehrheit der Bürger wünscht sich einen Aldi“ begründet der Ortsbürgermeister in Hausen seinen Einsatz für das Gewerbegebiet.
Wo ist diese Mehrheit? Eine Erhebung über die Frage „Gewerbegebiet in der Hausener Wiedaue“ hat nicht stattgefunden. Mir, einem Hausener Bürger, ist diese Frage bislang nicht gestellt worden.
Auch den anderen Hausener Bürgern, die ich befragte, ist diese Frage nicht gestellt worden. Statt dessen hörte ich: „So ein Unsinn“, „Wenn schon Gewerbegebiet, warum dann kein Platz für den Edeka aus Waldbreitbach? Warum dann ein Aldi?“ oder „Der liebe Gott liebt die Vielfalt, der Ortsbürgermeister den Aldi“.
Es erstaunt schon, dass gerade der größte Discounter als Zugpferd für das Gewerbegebiet aufgezäumt wird. Die Grundversorgung, die dem Ortsbürgermeister doch so am Herzen liegt, wäre über einen Edeka doch weit besser gesichert. Auch beschäftigt ein Edeka deutlich mehr Arbeitskräfte als ein Discounter. Oder stellt Aldi die Arbeitskräfte ein, die in Waldbreitbach frei werden? Der Waldbreitbacher Edeka hat keine Zukunft, ein Hausener Edeka hätte Zukunft und würde zudem unter der Geschäftsführung eines Hausener Bürgers stehen.
Warum also ein Aldi?
Und warum 24.000 qm Gewerbegebiet. Der neue Aldi in Bad Hönningen beansprucht ein Fläche von 6.000 qm, 24.000 qm hingegen entspricht der gesamten Größe des Gewerbegebietes in Niederbreitbach.
Warum wird also nur über einen Aldi berichtet? Der macht nur 25% des Gewerbegebietes aus. Die jetzt schon üblen Prognosen über Verkehrssituation, Änderung der Infrastruktur, Bausituation, Schadstoff- und Lärmbelästigung sind viel zu gering gegriffen, die tatsächlichen Auswirkungen müssen viel größer sein.
Sonst wäre ein Gewerbegebiet dieser Größe ohne Sinn.
Wie ist Ihre Meinung?
16.12.08
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