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Welche Aufgaben hat ein Ortsbürgermeister?
- Er ist der Vorsitzende des Gemeinderats.
- Er ist für die Vorbereitung und Umsetzung der Beschlüsse verantwortlich
- Er ist der gesetzliche Vertreter der Gemeinde
- Er ist der Dienstvorgesetzte der Mitarbeiter der Gemeinde
- Er ist für die sachgerechte Erledigung der Weisungsaufgaben verantwortlich

Viel Arbeit, wenig Brot. Denn alle Aufgaben werden vom Ortsbürgermeister im Ehrenamt geleistet.

Der Hausener Ortsbürgermeister Herr Hühner bekleidet seinen Aufgabenbereich nicht, er füllt ihn aus. Mit einer immer wieder erstaunlichen Energie treibt er die Dinge an, schafft Hindernisse aus dem Weg und bringt Vorhaben zum erfolgreichen Abschluss, die in anderen Gemeinden vielleicht gar nicht angedacht werden.

Dabei scheut er sich nicht, die Ärmel hochzukrempeln und mit gutem Vorbild vorauszugehen.

Mein Hochachtung, Herr Bürgermeister, Sie haben viel erreicht. Besser kann man es kaum machen. Hausen ist ein blitzblankes Örtchen. Im Vergleich zu anderen Gemeinden gefällt es uns hier mit Abstand am besten. Das liegt an den örtlichen Gegebenheiten, aber eben nicht nur.

Projekte kosten Geld, und das muss irgendwo herkommen. Wen wundert also, dass es den Gemeinderat grämt, pro Jahr etwa 100.000 Euro weniger in der Kasse zu haben als vergleichbare Ortsgemeinden?

Da ist ein Investor, der einen Aldi im Schlepp hat, schon sehr verlockend.

Doch überwiegen deutlich die Schattenseiten. Das Geschäft bringt nicht ein, was es kostet. Hohe Investitionen werden zur Verkehrssicherung notwendig, die Wiedaue geht unwiederbringlich verloren, Anwohner werden geschädigt. Und gleichzeitig liegt in den Nachbargemeinden verfügbares Gewerbegebiet brach.

Auch die Ziele der Gemeinde gehen verloren. Bislang wurde Entwicklungsarbeit konsequent in Richtung Fremdenverkehr betrieben. Das Freizeitbad ist ein regionaler Anziehungspunkt, mit dem „Franziskaner“ in Hausen wurde die AWO als leistungsstarker Träger einbezogen, mit viel Aufwand wurde Parkraum rund um den Gasthof zur Traube geschaffen, die Skihütte Malberg wurde komplett abgerissen und neu gebaut. Hausen liegt am Westerwaldsteig, der VFL-Waldbreitbach veranstaltet hier regelmäßig den weit über seine Grenzen bekannten Malberglauf, Hausen liegt mitten im Nordic Walking Park "Mittleres Wiedtal". Wandern ist in Hausen eine Lust, der Basaltlehrpfad ist neu aufgebaut. Hausen ist ein Juwel für die Verbandsgemeinde.

Warum geht die Ortsgemeinde diesen Weg nicht weiter? Warum wird die Wiedaue nicht in das Fremdenverkehrskonzept einbezogen?

Mehr Fremdenverkehr in Hausen wäre gleichbedeutend mit höheren Einnahmen. Gastronomie und Hotelbetriebe wären besser ausgelastet, das Freizeitbad wäre besser ausgelastet und die gesamte Region wäre positiv betroffen. Auch wären die Investitionen der letzten Jahre damit zielgerichtet getätigt worden.

Das Manko der Ortsgemeinde ist vielleicht wirklich das Steuerdefizit gegenüber den Vergleichsgemeinden. Vielleicht geht mit den verfügbaren Mitteln auch ein wenig die Fantasie verloren.

Wie wäre es, einen Förderverein zu gründen, der dieses Manko ausgleicht? Dieser „Förderkreis Wiedaue“ hätte das Ziel, die Wiedaue ökologisch verträglich in das Fremdenverkehrskonzept der Verbandsgemeinde einzubinden. Da fallen mir viele Dinge ein. Und viele Leute, die man begeistert mitnehmen könnte.

Würde ein solcher Förderverein gegründet, verpflichte ich mich als Betreiber dieser Internetseite hiermit auf zehn Jahre, jeweils zum Gründungstag 500,- Euro zu spenden. Und ich kenne mindestens zwei weitere Personen, die sich vorab gleichermaßen verpflichten würden.

Damit wären wir schon zu dritt. Macht noch jemand mit? Ich denke schon. Ich denke auch an Institutionen, die sich gut an der Förderung beteiligen könnten. 20.000,- bis 30.000,- Euro würden über einen solchen Förderverein jährlich bestimmt zusammenkommen, und vielleicht würden die Grundstückseigentümer für die gute Sache ihr Grundstück ja günstig verfügbar stellen.

Mit diesen Mitteln im Rücken ließe sich in Hausen bestimmt ein deutlicher Aufschwung realisieren, der mindestens diesen Betrag regelmäßig in die Kasse der Ortsgemeinde spült. Zum Wohle aller.

21.3.09

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